Zweck

Problemlage

Die Hörbehinderung ist unsichtbar und ist kein Randthema mehr.

Ein Viertel der österreichischen Bevölkerung trägt heute oder morgen gesundheitsbedingte Alltagseinschränkungen – die meisten davon unsichtbar.

25%

der österreichischen Bevölkerung im Alter von 15 bis 19 Jahren mit gesundheitsbedingten Einschränkungen im Alltag

(Statistik Austria, Mikrozensus 2022,

Tab. 2.1.)

27,6%

allein in Oberösterreich - über dem Bundesschnitt

(Statistik Austria, Mikrozensus 2022,

Tab. 2.2.4.)

1,86 Mio.

Personen in Österreich mit Hörschwierigkeiten (trotz Hörhilfe)

(Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2019, Tab. 8.1)

Hörbehinderung ist in Unternehmen die am häufigsten nicht-diagnostizierte Einschränkung - weil Betroffene jahrelang kompensieren, bis Kommunikation und Leistung spürbar leiden.

Quelle: Bachmayer, S. (2026): Kommunikationsbiografien von Menschen mit Hörbehinderung. Magazin Erwachsenenbildung Heft 57/2026

Die Bildungslücke - der Handlungsfeld

Personen mit niedrigem Bildungsabschluss sind überdurchschnittlich oft eingeschränkt und nehmen gleichzeitig seltener an Weiterbildungen teil.

Bildungsabschluss

Pflichtschule

Lehre

BMS

AHS/BHS/Kolleg

Hochschule/Akademie

Eingeschränkt (insgesamt)

36,2%

29,1%

25,7%

15,1%

12,4%

Davon stark eingeschränkt

14,0%

8,5%

7,2%

3,3%

2,3%

Quelle: Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfterhebung 2022, Tab. 4.1

"Personen mit Einschränkungen nehmen seltener an Weiterbildungen teil – genau jene Gruppe, die strukturell am meisten davon profitieren würde. Barrierefreie Formate sind kein Nice-to-have, sondern ein Wirksamkeitsfaktor."

Quelle: Statistik Austria, Mikrozensus 2022, Tabelle 4.2

Wirkung - was messbar verbessert wird

Die Lebensqualitätslücke zwischen eingeschränkten und nicht-eingeschränkten Personen ist massiv – und in erheblichem Maß durch Kommunikations- und Teilhabebarrieren bedingt.

50,9 / 100

Lebensqualität stark eingeschränkter Personen

Quelle:

Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2019, Tab. 10.1

82,9 / 100

Lebensqualität nicht-eingeschränkter Personen

Quelle:

Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2019, Tab. 10.1

65,0 / 100

Psych. Wohlbefinden stark Eingeschränkter (vs. 82,9)

Quelle

Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2019, Tab. 10.3

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